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Vor kurzem waren wir zu einer Hochzeit im Schwarzwald eingeladen. Die Feierlichkeiten fanden hauptsächlich in einem Restaurant statt, was ja unter Umständen recht langweilig sein kann, es in diesem Fall aber nicht war. Bei der Vorspeise stürzten wir und der andere anwesende Berliner uns auf die köstlichen kleinen hausgebackenen Laugenbrötchen,und als uns die anderen, hauptsächlich süddeutschen Hochzeitsgäste erstaunt anguckten, sagten wir kauend im Chor: “so was gibt’s in Berlin nicht!” Das Essen war weiterhin ganz phantastisch und wurde von einem Kaffee mit selbstgemachtem Kleingebäck (Kekse hört sich hier zu popelig an) und Pralinen, die wohl auch selbstgemacht waren und einem Verdauungsspaziergang gefolgt. Später gab es dann auf der Restaurantterrasse Kaffee und Kuchen. Und was für einen Kuchen!
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Der so genannte Käsekuchen, den wir immer wieder Käsetorte nannten, woraufhin uns die Kellnerin hartnäckig verbesserte und darauf bestand, dass es sich um Käsekuchen handeln würde, hatte mit normalem Käsekuchen nichts zu tun, schmeckte aber hervorragend. Es war nämlich doch Torte, aber in dieser Gegend nennt man das wohl Käsekuchen. Ebenso hervorragend war die Schwarzwälder Kirschtorte, das verwundert aber wohl kaum. Der Biskuit war sehr locker und die Kirschen sehr alkoholisch, und später stellten wir fest, dass jedes Stück Torte vor dem Servieren mit Kirschwasser aus einem silbernen Zerstäuber besprüht wurde. Dann gab es noch einen Apfelstrudel, der ebenfalls sehr gut schmeckte, neben der spektakulären Torte aber nicht besonders gut zur Geltung kam, was aber auch daran gelegen haben mag, dass wir langsam wirklich satt waren. Wahrscheinlich würde allein der Apfelstrudel einen Besuch des Restaurants rechtfertigen. Wie überhaupt alles andere, was wir an diesem Tag dort aßen.
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Zur Sonne
Zähringer Str. 2
79271 St. Peter