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Ein angenehmer Nebeneffekt bei der Wohnungssuche ist es, neue Gegenden kennenzulernen. Die, in der wir im Moment wohnen, ist nicht nur was das Angebot an Backwaren betrifft ausgesprochen finster. Eine neue Wohnung haben wir noch nicht, dafür haben wir neuen Kuchen entdeckt. Unweit des S-Bahnhofs Bellevue im Hansaviertel, an der Brücke nach Moabit liegt die Konditorei Buchwald. Sie ist für ihren Baumkuchen berühmt, das hatte mir vor Monaten schon mal jemand erzählt und ich hatte es wieder vergessen. Vor dem Laden stehend fiel es mir allerdings wieder ein, was auch kein Wunder ist, auf der Fassade des Eckhauses steht nämlich ein Stockwerk über dem normalen Ladenschild in riesigen Buchstaben “Baumkuchen seit 1852″.
Richtigen Baumkuchen haben wir nicht probiert, der war zu teuer. Dafür haben wir Baumkuchentorte, Eierschecke und Zitronentarte verköstigt und waren sehr zufrieden. Vom Kuchen sowieso, auch wenn die Zitronentarte eher ein zitroniger, köstlicher Käsekuchen als eine klassische Zitronentarte war und die Eierschecke eher im Mittelfeld der bisher verzehrten Eierschecken lag (wofür die arme Eierschecke aber eigentlich nichts kann. Während diverser Forschungsaufenthalte in Dresden haben Rosalinde und ich uns einen Sport daraus gemacht, die beste Eierschecke der Stadt zu finden. Und gegen diese hier
kommt sowieso kaum eine an). Das Café hatte eben jenen Windbeutelcharme, den man in Berlin ansonsten nie findet, die Verkäuferinnen waren auf zivilisierte Art ruppig, die Tortenauswahl groß und verlockend und die Zahl der Personen, die sich ein schönes Kuchenpaket für den Verzehr zuhause packen ließen war groß.
Die Zitronentarte überlebte den weiten Weg nach Hause nur leicht lädiert, was dem Genuss beim Verzehr keinen Abbruch tat.
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Konditorei und Café Buchwald
Bartningallee 29
10557 Berlin