Unzusammenhängend/Bienenstich
Eine sehr gute Rezeptsammlung in meinem Besitz. Vielleicht irgendwann darüber mehr.
Eine kleine Kuchenkritik gibt es heute mal wieder, leider ohne Foto, daher, völlig unzusammenhängend, das obige Bild. Also.
Der Bienestich im Café Mirabelle in Pankow, wo wir am vergangenen Wochenende sehr nett Geburtstag feierten*, war nicht ganz so amazing, aber doch ok. So ok, wie der durchschnittliche Café-Kuchen in Berlin eben ist, nichts Besonderes, aber auch nicht wahnsinnig schlecht. Der Rhabarberkuchen, den ich nicht probiert habe, sah ein bisschen besser aus, der ebenfalls vorhandene, aber auch nicht probierte Mandarinenkuchen war offensichtlich mit Dosenmandarinen zubereitet, die ich generell für nicht essenwert halte, und deren Verwendung einiges über kulinarische Ansprüche verrät.
Es wäre schön, wenn die Café-Kuchenqualität in Berlin insgesamt höher wäre, aber solange das nicht der Fall ist, kann man sich mit besagtem Bienenstich abfinden. Zumal die Terrasse des Cafés unweit des Bürgerparks im Sommer sicher schön ist.
*Also nicht wir von der Kuchenkritik hatten Geburtstag, wir feierten dort den Geburtstag einer Freundin. Nur, dass das klar ist!
Café Mirabelle
Schulzestr 21
13187 Berlin
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Wasabi Wrote,
Ja, warum es Dosenmandarinen überhaupt gibt (chemisch geschält - uah!) ist ein kulinarisches Rätsel. Damit Omas und mediokre Bäcker einen lange lagerfähigen Obstersatz haben, den sie in die Kuchenfüllung rühren können? Aber wozu?
Link | April 23rd, 2009 at 1:34 am
Florentine Wrote,
Ja, das fragt man sich. Lieber kein Obst im Kuchen als Dosenmandarinen. Vermutlich ist das immer noch der kulinarische Geist der 60er, der nicht totzukriegen ist. Südfrucht+Konserve=Yeah!
Link | April 24th, 2009 at 2:54 am
Franziska Wrote,
Sehr geehrte Damen und Herren,
es stellt sich mir die Frage,welche Qualifikation sie dazu berechtigt entsprechende Kommmentare oder gar Kritiken zu verfassen. Mit großer Wahrscheinlichkeit wäre ihnen beim Probieren des Kuchens,hätte er frische Mandarinen zum Inhalt gehabt,das große Husten gekommen,weil er zu trocken gewesen wäre. Es ist doch erstaunlich,mit welcher Arroganz und Unwissenheit Sie über das Kuchenangebot unterschiedlicher Geschäfte herfallen.Über Personalkosten,fehlende Zeit,Existentängste ( Überlebenskampf in der Gastronomielandschaft einer Großstadt),Arbeitsplätze etc. kann nur ein Dilettant sich großspurig äußern.Sie waren eingeladen und würden nie in ein cafe einkehren,dass ihrem vorzüglichen Kuchengeschmack widerstrebt?Wie haben Sie denn vergangene missgeglückte kulinarische Erlebnisse vollzogen?Natürlich wünschen wir uns geschmacklichen Hochgenuss?Doch es ist nur wenigen vergönnt 5 Euro für ein Stück Kuchen auszugeben.Von einer Handvoll Besucher kann kein Gastronom leben.Man könnte natürlich beim Personal sparen.Entweder 5 kräfte für 4 euro die Stunde oder eine für 15 Euro,die den hohen Ansprüchen und dem Besucherstrom standhalten?Utopisch die Vorstellung in Berlin Kreuzberg noch weitere französiche cafes zu eröffnen,die herausragenden kuchen kreieren.Immer mehr Kreuzberger können sich die Gegend nicht mehr leisten,weil die Lebensunterhaltskosten steigen.Der Grund ist,dass immer mehr teure Läden und Leute mit Geld in die Gegend ziehen.Prenzlauer Berg okkupiert.Genau dieses Klientel kennt keine Schrippen und denkt man müsse zu jeder Zeit alles haben dürfen.Ein ständiges Konsumverhalten.Wie wärs mit Sacher Torte in Wien?Sind die Österreicher nicht bekannt dafür?Warum sollte das auch für Berlin ein Muss sein?Nur weil ihnen ein Kuchen nicht bekommen ist,womöglich ein altes Rezept der Mutter,gleich darüber walzen?Unterstützen sie doch diejenigen,die ihren Ansprüchen genügen!Gehen sie ein zweites Mal an einen von ihnen vereehrten Ort und sprechen Lob aus!Eine weitere Möglichkeit wäre auch über den Tellerrand zu schauen.
Mit freundlichen Grüßen
Link | September 1st, 2009 at 6:16 pm
Florentine Wrote,
Das ist jetzt ein wenig heftig. Gentrifizierungsprobleme sind mir sehr bewusst, und nichts fände ich schlimmer, als eine komplette Prenzlauerbergisierung Berlins, deshalb weise ich diesen Vorwurf weit von mir. Ich glaube nicht, dass die Forderung nach gutem Kuchen elitär ist. Ich glaube auch nicht, dass guter Kuchen teuer sein muss. Man kann (und da bin ich jetzt nicht besonders unwissend) sehr guten Kuchen aus günstigen Zutaten backen. Mir geht die Verteidigung der Mittelmäßigkeit aus finanziellen Gründen wirklich auf den Geist, und ich glaube, dass die Verwendung von Dosenmandarinen, um beim Stein des Anstoßes zu bleiben, keine finanzielle Entscheidung ist, sondern eine, aus der, dann bin ich eben arrogant, Mittelmäßigkeit spricht.
Als Konsumentin darf ich mir ein Urteil über die von mir konsumierten Speisen erlauben, ohne die schreckliche Situation der Cafés an und für sich etc. zu berücksichtigen, finde ich. Wenn ich mit jedem Bissen langweiligem Café-Einheitskuchen an die Existenzängste Berliner Gastronomen erinnert werden muss, dann gehe ich lieber nur noch Kaffee trinken und bestelle keinen Kuchen mehr.
Link | September 2nd, 2009 at 3:19 am
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