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    Frankfurt I: Torte in der Mittagspause

    Florentine in Torte, unterwegs

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    Vor ein paar Wochen waren wir in Frankfurt am Main, wo ich herkomme und an Backwaren gewöhnt wurde. Die Bäcker dort sind zwar besser, werden aber auch immer seltener, und die sie ersetzenden “Backshops” sind ja bekanntermaßen überall eher ein Übel.
    Die Cafés mit Windbeutelcharme, die alten, Unmengen an Torten und Blechkuchen produzierenden Einrichtungen mit alten Samtsofas oder Zimmerspringbrunnen (mit Goldfischen) im Stil der 50er gibt es noch. Eins davon, vielleicht sogar das bekannteste, ist das Café Laumer auf der Bockenheimer Landstraße. Dort kehrten wir während eines Stadtbummels ein, und zwar zur Mittagszeit. In Berlin, wo das mit der Arbeit ja sowieso so eine Sache ist, ist ein Café auch gerne mal am Montagvormittag gut gefüllt, der lauschige Garten des Café Laumer war an jenem sonnigen Mittwoch um halb 1 fast leer. Nachdem wir uns an einen Tisch gesetzt hatten, wurden wir allerdings schnell wieder von der Kellnerin mit Rüschenschürze verscheucht, wir sollten uns doch bitte an diesen Tisch dort setzen, der andere sei zu groß für uns. Das taten wir, und bald war uns auch klar, warum. Kurz nach uns strömten die Massen, vornehmlich in Vierer-Gruppen und in Anzug und Kostüm in den Café-Garten und bestellten Salate. Die aßen sie dann, kollegiale Scherzchen machend, auf, stürzten ihr Mineralwasser runter und verließen den Garten wieder, vermutlich gen Büro. Wir hingegen hatten Zeit und bestellten statt einem Salat Kuchen und Torte zum Mittagessen. Frankfurter Kranz, denn dafür ist das Café Laumer bekannt (bekannt ist es unter anderem auch für seine Geschichte, Adorno soll hier rumgesessen haben) und, aus Vergleichsgründen, Apfel-Streuselkuchen. Beide waren phantastisch, auch letzterer, der sich ja eher ein bisschen langweilig anhört. Die Streusel, die wenn sie falsch gemacht sind, jeden Kuchen umbringen können, waren perfekt. Der Frankfurter Kranz sowieso, das war auch schon aus früheren Besuchen bekannt. Trotz zackiger Kellnerinnen und mittagessender Anzughorden sehr empfehlenswert.

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    Café Laumer
    Bockenheimer Landstraße 67
    60325 Frankfurt

    samstäglich

    Florentine in guter Kuchen

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    Heute ist ja erst Freitag, dieser Kuchen ist allerdings ein Samstags-Kuchen. Er wurde vor ein paar Wochen auf dem Markt auf dem (Dopplung, yeah!) Boxhagener Platz gekauft, fotografiert und verspeist. Alle fünf Stücke. Fast, zumindest. Eigentlich wollten wir nur drei kaufen, aber die Verkäuferin überredete uns, doch lieber fünf Stücke zu nehmen, die seien ja auch nur einen Euro teurer. Man könne ja was vom Kuchen für sonntags aufheben. Ja,ja. Aufheben! Es handelte sich um Rhabarber-, Pflaumen-, Apfel-Streusel-, Mohn- und Butterkuchen. Am besten war, soweit ich mich erinnern kann, der Mohnkuchen, die anderen waren aber vorzüglich. Einzig der Butterkuchen enttäuschte ein wenig, er war nämlich aus Rührteig (siehe Klassifikation), nicht aus Hefeteig, wie ein ordentlicher Butterkuchen sein sollte. Trotzdem schmeckte er gut. Nur eben nicht wie richtiger Butterkuchen. Wer also morgen besagten Markt aufsucht, kaufe am besten gleich 10, wenn nicht gar 20 oder gleich 30 Stücke Kuchen und mache sich ein schönes Wochenende.

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    Bäckerstand auf dem Wochenmarkt auf dem Boxhagener Platz, am unteren Ende des Marktes, also an der Seite der Krossener Straße, mit dem Rücken zur Krossener eher rechts links.

    Florentine in unerheblich

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    Völlig unspektakulärer Streuselkuchen von Kamps in den Schönhauser Allee-Arcaden oder wie sich dieses Center da nennt, unspektakulär, aber nicht abstoßend schlecht. Ganz ok, wenn sonst kein einziger guter Bäcker mehr auf dem Heimweg liegt. Aber auch echt nur dann.

    Florentine in Kuchen und Gesellschaft

    Eins noch

    Florentine in Kuchen und Gesellschaft

    The design can be adapted to your requirements and price will depend on the complexity of your design

    (Ich verliere mich in der Welt des Internetkuchens. Demnächst auch mal wieder was über echten Kuchen.)

    Florentine in Kuchen und Gesellschaft

    Andere beschäftigen sich auch mit Kuchen.
    Fast unheimlich sind auch die Ergebnisse folgender, vermeintlich harmloser Bildersuche. Soweit war ich bisher nicht in das Tortenuniversum vorgedrungen.

    selbermachen

    Florentine in guter Kuchen, Selbstbeweihräucherung

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    Heute gibt es keine Kritik, sondern ein Rezept, und zwar für einen schnellen, idiotensicheren Kuchen, an dem sämtliches Gejammer von wegen “ich kann aber nicht backen!” abprallt. Das Komplizierteste daran ist wahrscheinlich das Abreiben der Zitrone.
    Der Kuchen schmeckt trotz seiner Einfachheit köstlich.
    So geht er:

    200g Zucker
    abgeriebene Schale einer Zitrone
    2 Eier
    gute Prise Salz
    Vanille
    120g Mehl
    120g geschmolzene, ein bisschen abgekühlte Butter
    Mandelblättchen

    Ofen auf 180°C vorheizen, Kuchenform einfetten.
    Zucker in eine Schüssel schütten und die Zitronenschale dazugeben. Mit den Fingern zusammenreiben, bis alles sehr stark nach Zitrone duftet. Nacheinander mit einem Schneebesen die Eier unterrühren, danach das Salz und die Vanille, die sowohl eine ausgekratzte Vanilleschote als auch guter Vanillezucker oder guter Vanilleextrakt sein kann. Nicht aber so eine dubiose durchsichtige Flüssigkeit, die es sehr billig in der Backabteilung gibt! Dann mit einem großen Löffel schnell das Mehl unterheben und zuletzt die geschmolzene Butter.
    In die Kuchenform gießen, mit Mandelblättchen und ein bisschen Zucker bestreuen, ungefähr eine halbe Stunde backen.
    Dann ist der Kuchen fertig und kann alsbald verzehrt werden, z.B. sehr dekorativ mit Erdbeeren, wie oben auf dem Bild. Auch Schlagsahne kann nicht schaden, er schmeckt aber auch einfach so. Überhaupt bin ich eigentlich eine Verfechterin davon, Kuchen einfach so ohne viel Zeugs zu essen (bis vor kurzem habe ich nicht mal Obstkuchen gegessen, weil mir das zuviel Mischung war).
    Da es sich um einen Rührteig handelt, ist es wichtig, dass man nicht zu lange daran herumrührt. Rührteig sollte eigentlich “nicht-so-lange-rühren-Teig” heißen. Spätestens ab dem Moment, in dem sich das Mehl im Teig befindet, sollte nur noch das Nötigste mit dem Teig geschehen, sonst wird der Kuchen schneller klebrig und klitschig. Echt!

    Guter Kuchen, sonst naja

    Florentine in Cafékritik

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    Diese Bilder entstanden vor einigen Wochen. Das Wetter war schön und die Cafés waren voll, auch das, in das wir eigentlich wollten. Obwohl mein uns begleitender Bruder protestierte (”ich hab mir mal geschworen, alle Läden zu boykottieren, die sich Manufaktur nennen”), aßen wir dann Kuchen im Anna Blume, einem Café mit integriertem Blumenladen (oder umgekehrt), an das die sogenannte Tortenmanufaktur angeschlossen ist.
    Der Kuchen war sehr gut, der Kaffee auch, aber der Rest ging so. Insgesamt bedienten uns drei oder vier verschiedene gleichermaßen junge wie teilnahmslose Kellnerinnen, die ewig brauchten, bis sie mal an unserem Tisch vorbeikamen und den Kuchen sehr lange nach dem Kaffee brachten, was recht ärgerlich war. Aber der Kuchen war, wie gesagt, gut, sowohl die oben abgebildete Nusstorte (die sicherlich anders hieß) als auch der Käsekuchen im angelsächsischen Stil (”cheesecake”). Letzterer war ausgesprochen mächtig und das Stück so groß, dass wir fast kapitulierten, noch bevor es aufgegessen war, aber nur fast!
    Nochmal muss ich dort nicht Kaffee trinken, zumal das Publikum, das an diesem Tag am Kollwitzplatz rumsaß und vermutlich immer dort rumsitzt, einem echt ziemlich auf den Geist gehen kann. Man könnte sich dort allerdings Kuchen holen und mit nach Hause nehmen, sofern man um die Ecke wohnt oder Lust hat, Torte auf dem Fahrrad oder während einer S-Bahnfahrt zu balancieren.

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    Anna Blume
    Kollwitzstr. 83
    10405 Berlin

    Teigklassifikationen

    Florentine in Theorie

    Lang wurde hier kein Kuchen mehr rezensiert, und obwohl ich eben gerade welchen gegessen habe, werde ich es auch jetzt nicht tun, weil die dazugehörigen Bilder ihren Weg auf meinen Computer noch nicht gefunden haben. Aber bald!
    Bis dahin kann hier auf die guten Wikipedia-Teigbeschreibungen hingewiesen werden, als Grundlagenseminar gewissermaßen:

    Hefeteig
    Rührteig
    Mürbeteig
    Brandteig
    Biskuit
    Blätterteig
    Strudelteig
    Pfannkuchen (bzw. Eierkuchen, hier in Berlin)

    Hab ich welche vergessen?
    Ach ja,
    Baiser könnte man auch noch mitzählen, daraus kann man auch einen Kuchen bauen.
    Das kann man allerdings aus diversen Dingen.

    letztes Jahr

    Florentine in unterwegs

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    Heute vor einem Jahr gab es köstliche Eierschecke in der Lausitz.
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    (Die Adresse des Bäckers in Bautzen wird nachgereicht befindet sich mittlerweile in den Kommentaren.)